Auf dem Schäfler - Alpstein

An einem sonnigen Sommertag nehme ich die Wanderung zum Berggasthaus Schäfler in Angriff. Mir stehen über eintausend Höhenmeter bevor.

Vom Parkplatz in Wasserauen führt eine steile Strasse hoch zum Seealpsee. Kurz davor nehme ich aber eine Abzweigung in Richtung Ebenalp. Dies ist der kürzeste Weg zu meinem Ziel, somit aber auch der steilste. Der steinige Weg führt mich am Hang entlang immer weiter nach oben. Vorbei am berühmten Berggasthaus Aescher, dem Wildkirchli und den Wildkirchlihöhlen.

Angekommen auf der Ebenalp lege ich eine Pause ein. Von hier aus kann ich mein Ziel zum ersten mal sehen. Das Berggasthaus auf dem Schäfler, zu dem mich noch rund 300 Höhenmeter trennen. Den steilsten Abschnitt meines Aufstieges habe ich bereits hinter mir. Von der Ebenalp hinauf zum Schäfler führt der Weg vergleichsweise flach. Am späteren Nachmittag erreiche ich mein Ziel schlussendlich mit einer reinen Laufzeit von etwas über 2.5 Stunden.

Über dem Säntis hängen dicke Wolken, welche keinen Anschein machen sich zu verziehen. Rund herum ist der Himmel aber nahezu wolkenlos, weshalb ich mir nicht weiter Sorgen mache. Nach erfolgreichem Standortbezug (wie im Militär dutzende Male geübt ;) warte ich nun auf den Sonnenuntergang. Die Wolken lösen sich nach und nach auf und geben die Sicht auf den Säntis frei.

Nach dem Sonnenuntergang warte ich bereits auf den nächsten rot leuchtenden Himmelskörper. Der Vollmond geht an diesem Abend nämlich auf. Kurz vor Mitternacht ist es dann soweit und ich wurde nicht enttäuscht.

Dafür bleibt diesmal aber durch den hellen Mondschein eine klare Sicht auf die Milchstrasse aus. Trotzdem gebe ich dem ganzen einen Versuch. Auch wenn wie erwartet vergleichsweise wenig Sterne zu sehen sind, erstrahlt dafür die Bergkulisse wunderschön im Mondlicht.

Nach einer kurzen Nacht im heimeligen aber sehr modern eingerichteten Gasthaus bin ich bereits vor fünf Uhr wieder auf den Beinen. Die blaue Stunde und den Sonnenuntergang kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Nach dem Frühstück nehme ich anschliessend den steilen Abstieg in Angriff und erreiche das Tal kurz nach 10 Uhr Morgens.

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